Welche Öle braucht man in der Küche? Diese 4 Öle solltest du immer haben!

In meinem Regal stehen zehn verschiedene Öle, aber ich benutze immer nur die gleichen zwei. Brauche ich wirklich so viele verschiedene Öle, um gut kochen und mit Nährstoffen ausreichend versorgt zu sein? Welche Öle sind gut zum Kochen und Backen geeignet? Und womit kann ich ich meinem Körper etwas Gutes tun? 

Öle sind eine kleine Wissenschaft für sich, denn die Zusammensetzung der Fettsäuren entscheidet darüber, wie hitzestabil oder empfindlich ein Öl ist. Im Familienalltag brauchen wir aber einfach eine kleine, hochwertige Auswahl, über die wir nicht mehr groß nachdenken müssen. Wichtig ist, dass ihr Öle in Glasflaschen nehmt, denn die Öle in Plastikflaschen lösen besonders leicht Stoffe wie BPA (Weichmacher) und andere Chemikalien aus dem Plastik. Glasflaschen sind absolut neutral, schützen vor Licht, wenn sie braun oder grün eingefärbt sind, und verlängern damit die Haltbarkeit des Öls. Außerdem ist bei Ölen das Teuerste nicht unbedingt das Beste. 

Was sich in unserer Küche bewährt hat, zeigen wir euch in diesem Artikel.

Gutes Bratöl

Bratöl ist das Öl, welches wir in unserer Küche mit Abstand am meisten nutzen.

Da wir sehr gerne Pfannengerichte kochen, bei denen Zwiebeln oder Knoblauch angebraten werden, ist ein besonders hitzestabiles Öl unverzichtbar. Bratöle sind meist aus Sonnenblumenölen hergestellt und können auf etwa 200 Grad erhitzt werden. Ihr könnt es damit nicht nur zum Braten oder Frittieren verwenden, sondern auch zum Backen. Am liebsten backen wir damit Muffins, Rührkuchen, Tassenkuchen und natürlich Eierkuchen.

Wir nehmen nur Bratöle in Bioqualität – viele sind meist noch mit Wasserdampf behandelt und somit noch hitzestabiler. 

Alternativ könnt ihr zum Anbraten oder Backen auch ein  Bio-Kokosöl verwenden. Bis zu einer Temperatur von etwa 25 Grad ist es fest und wird dann flüssig. Es besteht zwar überwiegend aus gesättigten Fettsäuren, welche für den Cholesterinhaushalt nicht günstig sind, enthält aber auch Vitamin E und die gesunde Laurinsäure. Da die positive Wirkung von Kokosöl wissenschaftlich nicht klar nachgewiesen werden konnte, nutzen wir es nur gelegentlich zum Beispiel bei asiatischen Gerichten, da es hier mit seiner exotische Note den Geschmack unterstützt.

Bratöl

Olivenöl

Olivenöl

Auf Platz zwei steht bei uns, wie sicher in vielen anderen Familien auch, kaltgepresstes (natives) Olivenöl. 

Die Auswahl ist riesig und es ist nicht so leicht, sich zu entscheiden. Um es uns einfacher zu machen, haben wir uns Testergebnisse von Olivenöltests angeschaut und festgestellt, dass die besonders teuren Öle dabei nicht unbedingt die Besten ist. Auch die Öle, die bei den bekannten Discountern angeboten werden, sind empfehlenswert. Wir achten auch bei Olivenöl auf Bioqualität. 

Olivenöl besteht hauptsächlich aus Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren und hat besonders viel Vitamine E und K. Damit ist es perfekt für die vegetarische und vegane Küche, da es viele Nährstoffe liefert, die unser Körper braucht. In der ursprünglichen Mittelmeerküche, in der viel frisches, selbst zubereitetes Gemüse und wenig Eiweiß die Grundlage der Ernährung bilden, ist Olivenöl ein essentieller Bestandteil. Grund genug, selbst möglichst viel davon in unsere Lieblingsrezepte mit Olivenöl aufzunehmen. 

Übrigens kann man von der Farbe in etwa auf den Geschmack schließen: das frisch-grünliche Öl schmeckt eher fruchtig-kräftig, das hellere  gelbliche ist reifer und eher süß.

Tolle Öle findest du bei Pure Nature

Kürbiskernöl

Kürbiskernöl ist der Klassiker, um herbstliche Gerichte zu verfeinern. Wir haben in der Kürbissaison immer ein kleines Fläschchen im Regal stehen und brauchen dieses möglichst im Herbst / Winter auf. Es passt natürlich perfekt zu Kürbisrezepten, aber auch Salate oder andere winterliche Suppen lassen sich damit geschmacklich abrunden.

Es ist sehr intensiv und nussig im Geschmack und sollte nicht erhitzt werden. Daher gebt immer nach dem Kochen ein paar Tröpfen dekorativ auf euer Essen. 

Aber nicht nur geschmacklich, sondern auch inhaltlich hat dieses dunkle Öl einiges zu bieten. Nachdem die Kürbiskerne gewaschen, getrocknet, geröstet, gemahlen und ausgepresst wurden enthält das Öl noch besonders viele gesunde Inhaltsstoffe.

Es besteht zu 80% aus ungesättigten Fettsäuren und hat damit einen positiven Einfluss auf euren Cholesterinspiegel. Außerdem hat es den höchsten Anteil an Antioxidatien unter den Ölen und schützt eure Zellen. Für Haut und Haare ist es ebenfalls ein Geheimtip. Viele gute Gründe, es öfter über euer Süppchen zu träufeln.

Kürbiskernöl

Leinöl

Leinöl

Es klingt etwas altbacken, aber wir nutzen es gerne, einfach weil es so gesund ist: Leinöl

Geschmacklich ist es pur recht gewöhnungsbedürftig, aber es ist die perfekte und gesunde Ergänzung für alles, was ihr mit Quark zubereiten könnt. Wir lieben Kartoffeln mit Radieschenquark oder Ofengemüse mit Quark, und auch morgens könnt ihr euch ein gesundes Frühstück mit Leinöl zaubern. Verrührt einfach Quark mit Leinöl und Honig, ein paar frische Früchte und Nüsse dazu – fertig ist die “Budwig-Creme”. Auch Smoothies verfeinert ein Löffelchen Leinöl perfekt.

Leinöl hat den höchsten Anteil an Omega 3-Fettsäuren unter allen Ölen. Diese sind besonders gut fürs Gehirn – und für die Schönheit, da es die Zellen vor freien Radikalen schützt. Außerdem es sorgt in Verbindung mit Vitamin D auch noch für gute Laune! 

Wir haben immer ein kleines 100ml Fläschchen im Kühlschrank, da es schnell aufgebraucht werden muss. Zum Glück gibt es eine alte Ölmühle in unserer Nähe, die besonders hochwertiges Bio-Leinöl anbietet.

Deine Belohnung - vegetarische und familienfreundliche Rezepte mit gesunden Ölen

Jetzt weißt du, welche Öle wir in unserer Küche nutzen und dass es nicht zehn Flaschen Öl im Regal sein müssen. Wichtig ist, dass ihr daran denkt, eure Öle auch wirklich zu benutzen, denn manche Schlummern monatelang unbenutzt in der Küche. Klar ist es gesund, immer mal zu wechseln. Dann sucht euch von besonderen Ölen einfach kleine Flaschen aus, die ihr gerne auch aufbraucht. 

Als kleine Belohnung haben wir dir hier noch mehr Rezeptideen mit gesunden Ölen zusammengestellt. Viel Spaß beim Kochen!

Vegane Kürbis Kartoffelsuppe

Vegane Kürbis-Kartoffelsuppe

Vegane Kürbis-Kartoffelsuppe ist der leckere Klassiker im Herbst und kommt bei Kindern wegen der Cremigkeit und leichten Süße gut an. Kombiniert mit etwas Scharfem und exotischer Kokosmilch ist es für alle ein Genuss. Mögen die Kinder gar keine Schärfe, lasst Ingwer und Chili bei der Zubereitung einfach weg. Die Großen können ja später bspw. mit Chilisalz nachwürzen.

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Pastinaken Gorgonzola Suppe Rezept

Pastinaken Gorgonzola Suppe

Diese Pastinaken Gorgonzola Suppe schmeckt wie in einem gemütlichen Schweizer Restaurant: warm, birnig-fruchtig und gleichzeitig herzhaft durch den leicht geschmolzenen Gorgonzola. Die Kinder werden sich über die knusprigen Mandelsplitter und das süße Birnentopping freuen.

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Mandel Igel Muffins Rezept

Mandel Igel Muffins

Wahrscheinlich isst Sonic the Hedgehog unsere Mandel Igel Muffins zum Kaffee, anders sind seine Superkräfte nicht erklärbar. Probiere sie auch, soo lecker!!

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Indische Linsensuppe Rezept

Indische Linsensuppe (Dal Shorva)

Diese leckere Indische Linsensuppe essen unsere Kinder sehr gerne. Sie ist schnell zubereitet und dafür müssen nicht viele frische Zutaten im Haus sein. Wir essen dazu gerne indisches Brot (Naan), sie kann aber auch mit Reis oder als Suppe zu einem anderen Gericht serviert werden.

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